Projekt "Teilhabe durch Mobilität" bei Menschen mit Querschnittlähmung

 
FiBS führte von 2006-2010 gemeinsam mit dem DRS (Deutschen Rollstuhl Sportverband) im Auftrag des Instituts für Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation der Deutschen Sporthochschule Köln das von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) geförderte Projekt „Teilhabe durch Mobilität“ durch.

Projektteile

  1. Retrospektive Fragebogenerhebung
  2. Entwicklung und Einsatz des „Aktivitätstest zur Mobilität im Rollstuhl“ (AMR-Test mit Video)

  3. Längsschnitt- und Querschnittstudie

Ergebnisse und Schlussfolgerungen des Projektes

Eine gute Rollstuhlmobilität ist als grundsätzliche Voraussetzung für jegliche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu sehen. Weiter führt die Integration der Menschen mit einer Querschnittlähmung in das Berufsleben, in Freizeitbereiche und sportliche Aktivitäten zur einer subjektiv empfundenen höheren Lebensqualität.

Die über alle Projektteile untersuchten Kernfaktoren und Zusammenhänge sind deshalb folgendermaßen darstellbar:

Bild Kernfaktoren
Abbildung: Untersuchte Kernfaktoren zur Teilhabe durch Mobilität.

Praktische Konsequenzen

Für die Umsetzung in der Praxis müssen in Zukunft folgende Ziele verfolgt werden, um eine langfristige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und positive Effekte auf die Lebensqualität von Menschen mit einer Querschnittlähmung zu sichern:
 

  • Intensivierung des Mobilitäts- und Selbstständigkeitstrainings während der Erstrehabilitation und insbesondere auch in der Nachsorge nach Klinikentlassung
  • Förderung individueller Neigungen und Vermittlung von Anlaufstellen im Bereich Rehabilitations- oder Vereinssport außerhalb der Klinik
  • Schaffung ausreichender individueller und wohnortnaher Mobilitätstrainingskurse und Sportangebote in der Nachsorge

Transfer-Workshop

Im Rahmen eines Workshops rund um das Thema „Bewegung und Mobilität im Rollstuhl“ im Februar 2011 am BUK Hamburg wurden die Ergebnisse des Projektes vorgestellt und bezüglich praktischer Konsequenzen diskutiert. Die Kernergebnisse des Workshops entnehmen Sie der Dokumentation.


Ausgewählte Veröffentlichungen finden Sie hier.

Ansprechpartnerin für das Projekt ist Tanja Scheuer unter scheuer@fi-bs.de
In Kooperation mit der Gold-Kraemer-Stiftung
 
 
©2010 FiBS - Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport an der Deutschen Sporthochschule Köln und der Lebenshilfe NRW e.V.