AktiveKIDS – eine Studie für und mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderung

Kategorie: Projekte

Das FIBS führt im Auftrag der Gold-Kraemer-Stiftung das Projekt AktiveKIDS mit dem Titel „Ermittlung der körperlichen-sportlichen Aktivität und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen und deren Bedeutung für die Inklusion dieser Zielgruppe“ für den Zeitraum 2013 bis Mitte 2017 durch. Dabei soll die körperliche Aktivität bei insgesamt 400 Kindern und Jugendlichen mit körperlicher, geistiger oder Sinnesbeeinträchtigung erfasst werden und in Bezug zu ausgewählten Aspekten der Teilhabe gesetzt werden. Für diese Zielgruppen besteht durch unterschiedlich ausgeprägte kognitive, sozial-kommunikative und mobilitätsbedingte Einschränkungen sowie mögliche soziale Barrieren die Gefahr einer eingeschränkten sozialen Teilhabe, insbesondere im Sport.

Bisher konnten 336 Schülerinnen und Schüler in die Studie aufgenommen werden. Projektpartner sind unter anderem Schulen aus dem Landschaftsverband Rheinland und Landschaftsverband Westfalen-Lippe, mit deren Zusammenarbeit bis Ende des Schuljahres 2016 noch weitere Testungen durchgeführt werden.

Aus den gewonnenen Erkenntnissen der Studie könnten zukünftige Angebote im Bereich des Sports den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen besser angepasst und Wissenslücken zur derzeit nicht existenten Datenlage zur körperlichen Aktivität dieser Zielgruppen geschlossen werden.

Als zentrales Erhebungsinstrument wird das SenseWear Armband eingesetzt, welches über einen Zeitraum von 8 Tagen die körperliche Aktivität der Testperson misst. Flankierend werden standardisierte und erprobte Fragebögen zur Teilhabe im Sport und zur selbstbestimmten sozialen Zugehörigkeit eingesetzt.

Forschungsfragen
1. Erfassung zum Status-Quo der körperlich-sportlichen Aktivität bei Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Deutschland mittels validiertem metabolischen Aktivitäts- und Lebensstilmonitor (SWA) und standardisierten Fragebogenmodulen.

2. Fühlen sich Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, die eine höhere alltägliche körperliche Aktivität aufweisen im Sinne der Inklusion selbstbestimmt sozial zugehöriger, als Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, die wenig körperlich aktiv sind?

3. Weisen Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und hoher alltäglicher körperlicher Aktivität, eine bessere Teilhabe im Sport auf, als Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, die wenig körperlich aktiv sind?

Pressespiegel vom 16.07.2014

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Autor FiBS gGmbh | Veröffentlicht am 12. Juni 2014 | Kategorie: Projekte