Mehr Bewegung – Mehr Teilhabe

Mehr Bewegung – Mehr Teilhabe

Bewegung und Sport spielen für Menschen mit Behinderung eine zentrale Rolle in der Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit und dem eigenen Sozialraum. Durch die Ausrichtung rehabilitativer und sozialer Leistungen am Teilhabekonzept des Neunten Sozialgesetzbuches (SGB IX) und an der International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) besteht auch im Behindertensport die Notwendigkeit zu erforschen, inwieweit Bewegung und Sport zu einer verbesserten Teilhabe von Menschen mit Behinderung an der Gesellschaft führen können. Nach wie vor existieren für diesen Bereich wenig wissenschaftlich-fundierte Erkenntnisse, welche Programme, Modelle oder Konzepte für die jeweilige Zielgruppe und deren behinderungsspezifischen Lebenskontexte geignet sind und auch realisiert werden können.

Das FIBS setzt sich daher als übergeordnetes Institutsziel eine anwendungsbezogene Theorie-Praxis-Forschung, die Bewegung, Sport und Teilhabe in Anlehnung an die ICF als Gegenstand hat. Die Teilhabe und Inklusion der Menschen mit Behinderung wird im FIBS einerseits durch die Integration der wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Praxis vorangetrieben. Andererseits soll insbesondere der Breitensport für Menschen mit Behinderung weiterentwickelt werden und von diesem Theorie-Praxis-Transfer profitieren.

Für das Gelingen des Theorie-Praxis-Transfers ist entscheidend, dass Anwender und Forschungsdisziplinen auch außerhalb der Sportwissenschaften Anregungen und Ideen in das FIBS eingebringen, die zu praxisrelevanten Fragestellungen ausgearbeitet werden können. Dabei reduzieren sich die Fragestellungen nicht ausschließlich auf den Sportbereich, sondern sollen insbesondere die Teilhabe als Endpunkt der Forschungsfragen in den Blick nehmen. Gelingt dies, ist die Wahrscheinlichkeit einer überdauernden Verankerung der Erkenntnisse und Konzepte in der Praxis erhöht.