InBeKo: Kommunikation, Bewegung und Teilhabe im Fokus

Im zweiten Jahr des Modellvorhabens InBeKo stand die Kommunikation von Menschen mit komplexer Behinderung im Mittelpunkt: Wie können Forschende mit komplexer Behinderung ihre Bewegungsbedürfnisse ausdrücken, Angebote auswählen oder Freude daran zeigen?

Mit der PhotoVoice-Methode wurden in Workshops Bewegungswünsche gesammelt und in einer Erprobungsphase umgesetzt. Die Erfahrungen wurden durch Beobachtungsbögen, Videos und Fotos dokumentiert, gefolgt von digitalen Interviews mit den begleitenden Unterstützungspersonen.

Da die kommunikativen Voraussetzungen der Forschenden mit komplexer Behinderung sehr unterschiedlich sind, wurde in einem Workshop gemeinsam ein individuelles Vorgehen gewählt. Ziel ist es, für jeden Teilnehmenden festzuhalten, wie sie sich bewegen und im Kontext von Bewgung ausdrücken können – etwa durch ein Ich-Buch (selbst gestaltet) oder einen Bewegungskatalog (Dokumentation der Bewegungsmöglichkeiten aus Perspektive der Unterstützungspersonen).

Workshop in Bigge: Partizipation leben

Am 25. Juni 2026 traf sich das Forschungsteam, bestehend aus Forschenden mit komplexer Behinderung, forschende Unterstützungspersonen aus dem Josefsheim Bigge und der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen sowie Forscherinnen des BODYS und des FIBS zu einem weiteren Workshop. Im Mittelpunkt stand die partizipative Gestaltung einer Forschungswerkstatt für den Teilhabekongress: Was soll gezeigt werden? Wie kann die Präsentation barrierefrei und inklusiv gelingen? Der Workshop in Bigge wurde von Bewegungseinheiten umrahmt, die den Austausch förderten.

Ausblick

Aktuell laufen die Auswertung der Ergebnisse sowie die Arbeit an Ich-Büchern und Bewegungskatalogen. Geplant sind weitere Workshops, ein Bewegungstag in Recklinghausen und die Teilnahme am Teilhabekongress in Siegen.