Das von der Aktion Mensch geförderte Projekt InBiA II zielte darauf ab, den Übergang von Kindern mit Frühförderbedarf von der Kita in die Grundschule zu erleichtern. Der Fokus lag auf der Sensibilisierung und Fortbildung von Frühförderkräften der Frühförderstelle im Kreis Unna, um Familien während dieser sensiblen Phase gezielt zu unterstützen. InBiA II wurde vom FIBS wissenschaftlich begleitet.
Das Vorläuferprojekt InBiA I (2019–2023) wurde durch die Fachhochschule Südwestfalen wissenschaftlich begleitet.
Ziele und Maßnahmen
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- Stärkung der Frühförderung als Brückeninstitution: Durch Fortbildungen, Materialien und Beratung sollten Frühförderkräfte befähigt werden, Kinder und Eltern systemisch – also unter Einbezug des sozialen Umfelds (Kita, Schule, Familie) – auf den Schulstart vorzubereiten.
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- Verlängerung der Begleitung über den 31. Juli hinaus: Ein zentrales Anliegen war es, die abrupte Beendigung der Frühförderung vor Schulbeginn zu vermeiden und Familien auch in den ersten Schulwochen weiterhin zu unterstützen.
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- Aufbau multiprofessioneller Netzwerke: Durch den Austausch zwischen Frühförderung, Kitas, Schulen und Eltern sollten verbindliche Strukturen für eine gelingende Transition geschaffen werden.
Wichtige Erkenntnisse
Die wissenschaftliche Begleitung durch das FIBS zeigt:
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- Eltern wünschen sich vor allem Sicherheit und Kontinuität: Über 60 % der befragten Eltern äußerten den Wunsch nach gemeinsamen Gesprächen mit Kita und Schule sowie einer Begleitung durch vertraute Frühförderkräfte über die Einschulung hinaus.
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- Frühförderung wirkt als stabilisierender Faktor: Die heilpädagogische Expertise und das Vertrauensverhältnis zu den Familien erwiesen sich als entscheidend, um Ängste abzubauen und den Übergang zu erleichtern.
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- Fachliche Impulse und praktische Hilfen: Durch die Unterstützung des Projektteams konnten die Frühförder*innen die Kinder und ihre Eltern gezielter auf den Schulübergang vorbereiten.
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- InBiA entlastet Schulen und Fachkräfte: Lehrkräfte berichteten von einer deutlichen Arbeitserleichterung, wenn Frühförder*innen als Schnittstelle zwischen Eltern, Kita und Schule agierten.
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- Systemische Hürden als zentrale Herausforderungen: Fehlende zeitliche Ressourcen und Abrechnungsmöglichkeiten für den Austausch mit anderen Institutionen sowie die starre Befristung der Frühförderung auf den 31. Juli erschweren im Alltag eine reibungslose Kooperation zwischen den Institutionen.
Ein geplanter Austausch mit Kostenträgern konnte auch mit Unterstützung des Paritätischen NRW und der Vereinigung interdisziplinäre Frühförderung (ViFF) nicht angebahnt werden.
Fazit
InBiA II hat gezeigt, dass eine frühzeitige, umfeldorientierte und multiprofessionelle Begleitung den Übergang von Kindern mit Förderbedarf verbessern kann. Die positiven Effekte – insbesondere die Entlastung von Familien, Schulen und Fachkräften – unterstreichen die Notwendigkeit, solche Ansätze dauerhaft in die Regelstrukturen der Frühförderung zu integrieren.

