Forschung­sinstitut
für Inklusion durch
Bewegung und Sport
| Das Institut

Ziele

Mehr Bewegung – Mehr Teilhabe

Das Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport gGmbH nutzt in seinen interdisziplinären wissenschaftlichen Aktivitäten “Bewegung und Sport”, um die Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu fördern.

Teilhabeforschung mit folgenden Zielen:

1. Motorische und psychosoziale Ressourcen von Menschen mit Behinderung werden gestärkt.

2. Die Inklusion der Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft wird für den Bereich Bewegung und Sport wissenschaftlich und praxisrelevant begleitet.

3. Das inklusive Potential bestimmter Sportarten wird analysiert und optimiert.

Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Studien werden für die praktische Arbeit mit Menschen mit Behinderung nutzbar gemacht.

Mehr Bewegung – Mehr Teilhabe

Bewegung und Sport spielen für Menschen mit Behinderung eine zentrale Rolle in der Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit und dem eigenen Sozialraum. Durch die Ausrichtung rehabilitativer und sozialer Leistungen am Teilhabekonzept des Neunten Sozialgesetzbuches (SGB IX) und an der International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) besteht auch im Behindertensport die Notwendigkeit zu erforschen, inwieweit Bewegung und Sport zu einer verbesserten Teilhabe von Menschen mit Behinderung an der Gesellschaft führen können. Nach wie vor existieren für diesen Bereich wenig wissenschaftlich-fundierte Erkenntnisse, welche Programme, Modelle oder Konzepte für die jeweilige Zielgruppe und deren behinderungsspezifischen Lebenskontexte geignet sind und auch realisiert werden können.

Das FIBS setzt sich daher als übergeordnetes Institutsziel eine anwendungsbezogene Theorie-Praxis-Forschung, die Bewegung, Sport und Teilhabe in Anlehnung an die ICF als Gegenstand hat. Die Teilhabe und Inklusion der Menschen mit Behinderung wird im FIBS einerseits durch die Integration der wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Praxis vorangetrieben. Andererseits soll insbesondere der Breitensport für Menschen mit Behinderung weiterentwickelt werden und von diesem Theorie-Praxis-Transfer profitieren.

Für das Gelingen des Theorie-Praxis-Transfers ist entscheidend, dass Anwender und Forschungsdisziplinen auch außerhalb der Sportwissenschaften Anregungen und Ideen in das FIBS eingebringen, die zu praxisrelevanten Fragestellungen ausgearbeitet werden können. Dabei reduzieren sich die Fragestellungen nicht ausschließlich auf den Sportbereich, sondern sollen insbesondere die Teilhabe als Endpunkt der Forschungsfragen in den Blick nehmen. Gelingt dies, ist die Wahrscheinlichkeit einer überdauernden Verankerung der Erkenntnisse und Konzepte in der Praxis erhöht.

Leitmerkmal

Die inhaltliche und strukturelle Ausrichtung des FIBS orientiert sich an drei Leitmerkmalen:
Teilhabe – Funktionale Gesundheit – Alltagstransfer

Leitmerkmal „Teilhabe“
Das FIBS verfolgt eine interdisziplinäre Theorie-Praxis-Forschung, die die Förderung der Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderung durch Bewegung und Sport als Ziel hat. Dieser auch in Deutschland seit dem 26. März 2009 ratifizierte Anspruch der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen stellt die Basis der Arbeiten im FIBS gGmbH dar.

Leitmerkmal „Funktionale Gesundheit“
In FIBS – Projekten richten sich die Fragestellungen am biopsychosozialen Modell der ICF (International Classification of Functioning, Disability and Health) aus und berücksichtigen dabei auch und gerade umwelt- sowie personenbezogene Faktoren der Menschen mit Behinderungen. Durch die veränderte Sichtweise von Behinderung im vorgenannten Modell orientieren sich die Aktivitäten im FIBS auch auf die präventiven Wirkungen des Sports. Dies resultiert aus der Überzeugung, das Bewegung und Sport für Menschen mit Behinderung mehr ist als Rehabilitation. Erst dann kann die komplexe funktionale Gesundheit eines Menschen physisch, psychisch und sozial durch den Sport nachhaltig gestärkt werden.

Leitmerkmal „Alltagstransfer“
FIBS – Projekte zielen grundsätzlich auf einen Transfer der gewonnenen Erkenntnisse in den Alltag der Menschen mit Behinderung ab. Dabei sollen konkrete organisatorische und/oder methodisch-didaktische Handlungsemfehlungen oder Maßnahmenkataloge für Menschen mit Behinderung selbst oder für Berufsgruppen, die sich für Menschen mit Behinderung ehrenamtlich oder professionell engagieren, erarbeitet werden.